Baurecht

Baurecht

Das Baurecht umfasst sowohl das öffentliche wie das private Baurecht.

Das öffentliche Baurecht regelt, wann, wo, was und wie Sie bauen (oder auch etwas abreißen) dürfen. Ihre Ansprechpartner sind die Bauämter und Baurechtsämter. Die Grundlagen für die erforderlichen Bescheide der Ämter finden sich im Baugesetzbuch, in den Landesbauordnungen und in den örtlichen Satzungen, insbesondere dem Bebauungsplan.

Unser Schwerpunkt liegt im privaten Baurecht, wo wir Sie in allen Fragen beraten und vertreten. Wir betreuen private Bauherren ebenso wie gewerbliche Anbieter von Baueistungen.

Schon vor der Entscheidung, was Sie genau machen möchten, stellen sich einige Fragen:

  • Welche Verträge können oder sollten abgeschlossen werden?
  • Welche Risiken aber auch welche Chancen liegen in Bauherrenmodellen?
  • Worauf muss bei Vertragsschluss geachtet werden?

Ob Sie sich dann als Bauherr für eine Eigentumswohnung entscheiden oder von einem Bauträger ein schlüsselfertiges Haus kaufen oder mit frischem Mut und eigenem Architekten Ihre Vorstellungen selbst verwirklichen – selten geht ein Bauvorhaben ohne rechtliche Probleme über die Bühne:

  • der Bauträger stellt Insolvenzantrag,
  • Handwerker geraten in Verzug,
  • schon bei Ausführung zeigen sich gravierende Mängel,
  • Sie bekommen eine „Baubehinderungsanzeige“ eines Handwerkers,
  • eine Baufirma ist der Ansicht, sie habe ihre Arbeiten mängelfrei durchgeführt und lehnt weitere Arbeiten oder eine Nachbesserung ab,
  • das Haus sieht nach Fertigstellung ganz anders aus, als vom Architekten versprochen.

Hier müssen Sie schnell und entsprechend dem Bauvertrag, der „Verdingungsordnung für Bauleistungen“ (VOB/B) oder dem BGB die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

Ebenso vertreten wir viele Handwerksbetriebe im Baubereich, die oft folgende Fragen haben:

  • Wann empfiehlt sich die VOB?
  • Die Abschlagsrechnung wird nicht bezahlt, muß trotzdem weitergearbeitet werden?
  • Der vorherige Handwerker wurde nicht fristgemäß fertig, was muss unternommen werden?
  • Während der Ausführung werden Sonderwünsche geäußert, worauf ist zu achten?
  • die Schlussrechnung wird gekürzt.

Wir besprechen mit Ihnen den wirtschaftlich optimalen und rechtlich sichersten Weg zur Wahrung Ihrer Interessen.

Dabei ist zu beachten, dass das Kauf- und das Werkvertragsrecht durch die Schuldrechtsreform ab dem 1. Januar 2002 vollständig umgestaltet wurden. Falls Sie sich auf Ratgeber oder ähnliche Bücher für Bauherren verlassen möchten, achten Sie bitte darauf, dass die Werke sich auf dem neuesten Stand befinden und auch erläutern, welches Recht anzuwenden ist.

Das neue Recht stellt den einheitlichen Tatbestand der „Pflichtverletzung“ ins Zentrum. Dieser Begriff umfasst die Schlechterfüllung, den Verzug und die Unmöglichkeit. Ansprüche sind im Wesentlichen nicht mehr im Kaufvertragsrecht der §§ 459 ff. BGB oder im Werkvertragsrecht der §§ 633 ff. BGB geregelt, sondern im Recht der allgemeinen Leistungsstörung.

Durch dieses neue Recht entsteht erheblicher Handlungs- und Beratungsbedarf. Wir beraten Sie umfassend darüber, welches Recht Anwendung findet und unterstützen Sie bei der Umsetzung Ihrer persönlichen Interessen.